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Schlagwort-Archive: Vaughan Smith

WikiLeaks-Informant

US-Justiz will Manning als Belastungszeugen ködern

Die US-Staatsanwaltschaft versucht mit allen Mitteln gegen Julian Assange vorzugehen. Jetzt sollen dem US-Obergefreiten Bradley Manning, der mutmaßlichen Quelle der WikiLeaks-Enthüllungen, Hafterleichterungen angeboten werden, wenn er Assange als Anstifter oder Helfer outet.

Washington – Seine neue Unterkunft ist deutlich komfortabler als die alte: Ellingham Hall, ein Landhaus in der ostenglischen Grafschaft Suffolk mit einem 240 Hektar großen Park – dort hält sich Julian Assange derzeit bei einem seiner Unterstützer auf, nachdem ein Londoner Gericht am Donnerstag die vorläufige Freilassung des WikiLeaks-Gründers angeordnet hatte und Assange das Gefängnis im Londoner Bezirk Wandsworth gegen Kaution verlassen durfte.

Frei von Sorgen ist Assange aber noch lange nicht. Im Gegenteil: Nach seiner Haftentlassung befürchtet er eine Auslieferung an die USA. Dies halte er für „immer wahrscheinlicher“, sagte der WikiLeaks-Chef am Freitag vor Journalisten: „Ich denke, es sind sehr aggressive Untersuchungen im Gange.“ Er sei von seinen US-Anwälten unterrichtet worden, dass es in einem geheimen Verfahren „eine US-Klageschrift wegen Spionage gegen mich geben könnte“, sagte Assange am Freitag dem britischen Sender BBC. Read the rest of this entry »

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Julian Assange-der Scharfschütze und die Meinungsfreiheit

Ein Außenseiter, angezogen von der Gefahr:

Der ehemalige Soldat, Pilot und Journalist Vaughan Smith gewährt Wikileaks-Gründer Julian Assange Obdach nach dessen Freilassung.

Im Gerichtssaal des Londoner High Court saß Vaughan Smith in den ersten Reihen der Besucherbänke. Der Mann im eleganten dunkelblauen Anzug ließ sich seine Gefühle nicht anmerken, als sein Freund Julian Assange von einem Gerichtsbeamten hereingeführt wurde.

Gewährt Julian Assange Unterschlupf: Der Journalist Vaughan Smith.

Für Smith, der von seinen Freunden wegen seiner einstigen Karriere bei der britischen Armee auch „Captain Smith“ genannt wird, ging es um einen besonderen Einsatz: Der 47-Jährige hat wesentlich dazu beigetragen, dass der Gründer der Internetplattform Wikileaks nun in Großbritannien aus der Haft frei kam. Julian Assange findet Unterschlupf auf dem schmuckem Landsitz von Smith, auf Ellingham Hall in Südostengland.

Hier soll der Aktivist nun mindestens bis Januar wohnen – bis über seine Auslieferung nach Schweden wegen des Vorwurfs der sexuellen Nötigung endgültig entschieden ist. Smith setzt sich schon seit Wochen für Assange ein, der Amerika mit der Veröffentlichung von US-Botschaftsdepeschen im Internet gegen sich aufgebracht hat. So konnte sich Assange vor seiner Verhaftung durch die britische Polizei in der von Smith gegründeten Journalisten-Vereinigung „Frontline Club“ in West-London aufhalten.

Smith betrachtet sich selbst als einen radikalen Liberalen, der konsequent für Bürgerrechte und Meinungsfreiheit eintritt. Politische Parteien sind ihm suspekt. Diese gehören für ihn zum politischen Establishment, und das entfernt sich nach Meinung von Vaughan Smith in den westlichen Staaten immer weiter von den Idealen der Demokratie.

Smith hat eine ungewöhnlich Karriere hinter sich. Aufgewachsen ist er auf dem Landsitz Ellingham, der seit 225 Jahren in Familienbesitz ist. „Mein Großvater liebte die Jagd, und ich fand auch Gefallen daran“, sagte Smith einmal in einem Interview. So streifte er schon als Schuljunge durch die ausgedehnten Ländereien seiner Familie. Ein gewisser Sinn für das Abenteuer zog den jungen Mann später offenbar auch zur Armee, wo er zum Scharfschützen ausgebildet wurde. Er war unter anderem in Nord-Irland, Zypern und Deutschland stationiert. Nebenbei erwarb er eine Pilotenlizenz für Leichtflugzeuge.

Nachdem er seinen Dienst bei den Streitkräften quittiert hatte, entdeckte Smith seine Leidenschaft für den Journalismus. Auch dabei suchte er eher den außergewöhnlichen Einsatz. Als freischaffender Video- und Nachrichten-Journalist begab er sich immer wieder an gefährliche Schauplätze. 1991 filmte er den Vormarsch der amerikanischen und britischen Truppen im ersten Golf-Krieg. Smith hatte sich dazu die reguläre Uniform eines britischen Offiziers besorgt, um nicht den Restriktionen für offiziell akkreditierte Reporter zu unterliegen.

Weitere Recherchereisen führten Smith in die Kriegsgebiete von Bosnien und Afghanistan. Zugleich gründete der Vater von vier Kindern die unabhängige Agentur „Frontline Television News“ sowie 2003 den Londoner „Frontline Club“. An der Frontlinie bewegt sich Vaughan Smith nun auch als Helfer für die Internetplattform Wikileaks. Wie es heißt, habe er seinem Gast Assange bereits einen Internetanschluss auf Ellingham Hall eingerichtet.

 
 

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Assange nicht weiter in Haft.

Julian Assang ist wieder frei!!

Assange kommt gegen Kaution frei

London (RPO). Der in Großbritannien inhaftierte Wikileaks-Gründer Julian Assange kommt gegen Kaution frei. Das entschied gerade ein Gericht in London. Assanges Anwalt hatte zuvor erklärt, sein Mandant sei bereit, eine elektronische Fußfessel zu tragen und sich an einer der Polizei bekannten Adresse aufzuhalten.

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Getty Images

WikiLeaks-Chef Assange: Unterstützer trugen Kaution zusammen

Der Einspruch ist abgewiesen worden: WikiLeaks-Gründer Julian Assange kann nun doch gegen Kaution aus der Haft freikommen, das hat ein Gericht in London entschieden. Assange muss sich aber an strikte Auflagen halten.

London – WikiLeaks-Gründer Julian Assange darf das Gefängnis in London verlassen. Das entschied das höchste britische Zivilgericht am Donnerstag in zweiter Instanz. Ein Richter hatte bereits am Dienstag angeordnet, Assange gegen Sicherheitsleistungen von 240.000 Pfund (288.000 Euro) auf freien Fuß zu setzen. Doch dagegen wurde Beschwerde eingelegt. Eine Sprecherin der schwedischen Staatsanwaltschaft widersprach Berichten, wonach die Beschwerde von ihrer Behörde stammte. Diese habe damit nichts zu tun. Sie sei allein Sache der britischen Staatsanwaltschaft gewesen. Die wiederum widersprach dem: Die britische Staatsanwaltschaft habe in Auftrag der schwedischen Regierung gehandelt.

 

Unter den Unterstützern von Assange vor dem Gerichtsgebäude im Zentrum Londons brach unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Entscheidung Jubel aus.

 

Assange befindet sich seit gut einer Woche in Haft, nachdem er sich wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden der britischen Polizei gestellt hatte. Er hat die Vorwürfe zurückgewiesen und von einer Intrige gesprochen. Die Anschuldigungen von zwei Schwedinnen, wonach er im August ungeschützten Sex erzwungen haben soll, bestritt er.

Die Freilassung auf Kaution ist mit Auflagen verbunden. 200.000 Pfund müssen in bar hinterlegt werden. Außerdem muss er sich auf dem Landsitz Ellingham Hall in der ostenglischen Grafschaft Suffolk aufhalten und sich täglich bei der Polizei melden. Um Assange zu helfen, hatten Unterstützer – unter ihnen auch Prominente wie Bianca Jagger – Geld für die Kaution zusammengetragen.

Spätestens am 11. Januar wird die eigentliche Anhörung über das Auslieferungsbegehren aus Schweden stattfinden. Die schwedischen Behörden wollen die Auslieferung Assanges erreichen, um ihn wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung zu befragen. Eine Anklage gibt es nicht.

 

 

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JULIAN ASSANGE! SHOWDOWN – Beginn der Verhandlung 12.30 Uhr

Julian Assange

Image by Poster Boy NYC via Flickr

Kommt der Wikileaks-Chef auf Kaution frei?

Jetzt entscheidet das Gericht, ob der Wikileaks-Chef auf Kaution frei kommt oder nicht.

Vor dem Amtsgericht in Westminster drängen sich Reporter und Fotografen, Assange ist bereits angekommen. Gerichtssaal Nummer vier, einer der größten des Hauses, ist bis auf den letzten Platz gefüllt.

Erste Ansage für die Anwesenden: Twitter-Verbot! Nachdem am Dienstag der Kurznachrichtendienst noch benutzt werden durfte, ist jetzt Schluss damit.  Read the rest of this entry »

 
 

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Wikileaks -Die schwedische Justiz als Handlanger der US-Behörden

Julian Assange

Image by Poster Boy NYC via Flickr

Assange weiter in Haft

London – Nach einem Einspruch der schwedischen Behörden gegen eine Haftentlassung auf Kaution hat Wikileaks-Gründer Julian Assange auch die Nacht zum Mittwoch in einem britischen Gefängnis verbracht.

Ein Londoner Gericht wollte den Australier am Dienstag gegen Hinterlegung von 200 000 britischen Pfund in bar (ca. 240 000 Euro) und unter strengen Auflagen aus dem Gefängnis entlassen. Die schwedische Staatsanwaltschaft, die wegen des Verdachts auf Sexualvergehen die Auslieferung des 39-jährigen Internetaktivisten verlangt, legte jedoch Berufung ein.

Bis spätestens Donnerstagnachmittag muss nun das Oberste Zivilgericht in London endgültig entscheiden. Mindestens solange wird Assange hinter Gittern bleiben. Unabhängig von der Haftfrage verlangt Schweden weiterhin die Auslieferung des 39-Jährigen.

Wegen des Verdachts auf sexuelle Vergehen hatte Schweden den Internetaktivisten mit EU-weitem Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben. Vor einer Woche war er in London verhaftet worden. Die Anhänger Assanges halten die Vorwürfe für vorgeschoben und vermuten politische Motive hinter der Inhaftierung.

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Australien stellt sich schützend vor Assange

Federal Labor leader Kevin Rudd

Image via Wikipedia

Überraschend meldet sich nach seiner Verhaftung Assanges Heimatland Australien zu Wort:

Nicht der 39-Jährige, sondern die USA trügen die Verantwortung für die jüngsten Enthüllungen.

Nach Einschätzung Australiens tragen die USA und nicht Wikileaks-Gründer Julian Assange die volle Verantwortung für die Veröffentlichung geheimer Diplomaten-Depeschen im Internet. Diejenigen, die ursprünglich die Weitergabe der rund 250.000 Nachrichten aus dem US-Außenministerium ermöglicht hätten, seien rechtlich zur Verantwortung zu ziehen, sagte der australische Außenminister Kevin Rudd am Mittwoch. Die Tatsache, dass solche Nachrichten an die Öffentlichkeit gelangen konnten, stelle zudem die Sicherheit der Übertragungswege der USA infrage. „Herr Assange ist nicht selbst für die Veröffentlichung verantwortlich“, sagte Rudd. „Die Amerikaner sind dafür verantwortlich
Der inhaftierte Wikileaks-Gründer Julian Assange zeigt sich indes wenig dankbar.

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Verfasst von - 8. Dezember 2010 in Gesellschaft, Politik, Wikileak

 

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