RSS

Schlagwort-Archive: Guido Westerwelle

Weihnachten 2012

Weihnachten 2012

 „Das soziale Klima wird frostiger“

Jetzt noch schnell ein paar Kleinigkeiten besorgt, doch hallo, was muss man da hören, in Deutschland soll es Leute geben, die in einer kalten Wohnung sitzen, weil sie das Geld zum Heizen nicht haben? H-4 WeihnachtSich keinen Christstollen leisten können? Ganz zu schweigen von einem schönen Weihnachtsbaum… aber der muss doch wohl sein, oder? Sonst ist es doch kein ordentliches Fest? Die sollen sogar den Strom nicht mehr zahlen können und der Versorger soll ihn sogar abgestellt haben.

Das kann ja wohl nicht sein, die werden doch bestens alimentiert, von unseren Steuergeldern, die bekommen doch Hartz IV, davon muss man sich das doch leisten können, wenn man der Regierung glaubt? Armut beginnt vor unserer Haustür, man muss nur mal genau hinter die Fassade schauen und das Elend in unserer Gesellschaft erkennen, das mitten unter uns lebt und atmet. Das sind keine Statistiken, keine Zahlen auf dem Bildschirm, keine Berichte in unserer Zeitung das sind Kinder, Kinderaugen die sich ebenso auf Weihnachten und Geschenke von ihren Eltern freuen. Aber wir sind ja damit beschäftigt, uns auf  Weihnachten  vorzubereiten. Natürlich, da stören solche Gedanken nur.

Das ist alles so weit weg, es ist ja auch viel leichter, alles zu verdrängen, statt sich damit zu beschäftigen. So lassen wir uns einfach einlullen, vergesst das Ganze ganz schnell und vertrauen auf „Mutti“ – die wird’s richten.

„Mutti“ Merkel packt die Koffer – nur weg von hier!

„Mutti“ Merkel packt die Koffer – nur weg von hier!

„Noch spricht und schreiben  wenige  darüber, aber eins spürt man hier deutlich: Das soziale Klima wird frostiger und die Leute werden wütender. In vielen Leuten brodelt es, und zwar gewaltig.“

Weiterlesen ….

Allen die es „noch“  können

Und vielleicht in einer stillen Minute

auch mal an jene denken

die diese Tage überleben müssen

 

Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

DEUTSCHLAND „HEIMLICH, STILL UND LEISE“

Samstag vor zwei Wochen klingelt es an unserer Tür. Nach genauem hinschauen einen Mann den ich schon länger kenne. Ich müsste besser schreiben „ein Männlein“. Groß war er nie (ca. 150), aber was da vor mir steht ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Ich kenne den 77 Jahre alten Mann schon aus unserer anderen Stadtwohnunterkunft.Paul was ist los frage ich „ich bekomme keine Luft mehr“ bringt er mühsam heraus.Komm rein wir sehen mal was wir da machen können sage ich und weiß das hier nur ein Notarzt helfen kann.Wahrscheinlich ist er selbst aus diesem Grund zu uns gekommen. Er weiß das wir die einzigen sind die sich auf Grund des Telefonanschluss Verbotes (hier) der Stadt Düsseldorf diesen Luxus über Stick leisten.

Während wir auf den Arzt warten frage ich was er denn so treibt da ich in schon länger nicht gesehen habe und höre eigentlich nur das was ich erwartet habe. Das Geld was er sich wöchentlich von seiner Betreuung holt reicht für das Essen– aber sonst ist es nur noch Langweilig kenne ja niemanden hier. Er kann und will auch nichts anderes mehr außer still und leise in seinem Zimmer sitzen und seine Videosammlung anschauen. Für etwas anderes reicht es sowieso nicht.

Regelrecht erschrocken bin ich als er auf die Frage vom Notarzt „warum er so dünn ist und ob er nicht esse? Antwortet: Ach dazu habe er keine Lust.

Ich bin Froh das sie ihn trotz seines Protests mitnehmen und er für die nächsten Tage versorgt ist.

Read the rest of this entry »

 

Schlagwörter: , , , , ,

 
%d Bloggern gefällt das: