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Stille Weihnacht „OBDACHLOS“ hat keine Stimme

Ca. 250.000 OBDACHLOSEN MENSCHEN IN DEUTSCHLAND

In diesem Winter
werden mehr Wohnungslose auf den Straßen leben als in den Jahren zuvor.

Deswegen fordert die BAG Wohnungslosenhilfe e.V., der Dachverband der Wohnungslosenhilfe in Deutschland, dass die Kommunen die Kältehilfe entsprechend hochfahren.
Da es in Deutschland (Bewusst?) keine Statistik (PDF) zur Wohnungslosigkeit gibt, muss die BAG  die Zahl der Wohnungslosen schätzen. Laut BAG  ist die Zahl der Wohnungslosen seit 2008 um 10% auf aktuell 248.000 Personen gestiegen. Insbesondere betroffen sind die sog. allein stehenden Wohnungslosen, deren Zahl sogar um 15 % gestiegen ist und von denen nun ca. 22.000 ganz ohne Unterkunft auf der Straße leben. Diese Menschen sind im Winter besonders gefährdet:

Nach Kenntnis der BAG Wohnungslosenhilfe e.V.,  sind in den letzten 20 Jahren (seit 1991) mindestens 272 Wohnungslose erfroren. Sie erfroren im Freien, unter Brücken, auf Parkbänken, in Hauseingängen, Abrisshäuser, in scheinbar sicheren Gartenlauben und sonstigen Unterständen. Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit

nachdenken

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Jede Gemeinde in Deutschland muss Wohnungslose unterbringen. „In unserem Grundgesetz ist jedem das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit garantiert und es ist die Aufgabe und Pflicht der Städte und Gemeinden im Rahmen ihrer Zuständigkeit dieses Grundrecht zu schützen“, erklärte Thomas Specht, Geschäftsführer der BAG „Die Städte und Gemeinden müssen ausreichend viele Notunterkünfte bereithalten. Aufgrund der gestiegenen Zahl der Wohnungslosen sollten die Kommunen verstärkt prüfen, ob die getroffenen Vorkehrungen ausreichend sind. Dies betrifft auch die Qualität der Notübernachtungsplätze.

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Niederlande bekommt WikiLeaks-Lokal

Chassé Theater (Chassé Theatre) Breda.

Image via Wikipedia

Interessante Initiativen!

Die Niederlande hat seit Sonntag Nacht eine Art WikiLeaks-Lokal, Opennu.nl.
Grob übersetzt: Offenheit jetzt. Die Initiative kommt aus Breda, Provinz Brabant, von Michel Spekkers. Der war bis vor kurzem noch in der lokalen Politik für die Sozialistische Partei aktiv. Opennu.nl startete in elf Gemeinden (darunter Amsterdam, Rotterdam, Utrecht, Den Haag, Breda etc.), in Kürze sollen es 61 werden.

Das soll so funktionieren. Freiwillige stellen Dokumente aus der Gemeindepolitik ein. Wobei die Texte erst mal nicht frei zugänglich sein sollen. Journalisten können eine Zusammenfassung einsehen, wenn sie die Geschichte gecheckt und publiziert haben, wird der Inhalt allen zugänglich gemacht.

Zufall oder nicht – in den Niederlanden entwickeln momentan gerade zwei Verlage parallel Mikrowebsites mit regionalen Inhalten. De Telegraaf undWegener, um genau zu sein die Wegener-Zeitung BN/de Stem aus ebenfalls Breda! BN/de Stem hat inzwischen 23 sogenannte hyperlokale Websites gestartet. Das sind Websites, die sich mit einer Gemeinde, einer Stadt bzw. sogar Stadtteilen befassen. Der redaktionelle Inhalt kommt von Anwohnern, die Redaktion wirft ein Auge darauf, dass nichts schief geht. Vermarktet werden diese Sites auch “vor Ort”.

Die Kombination von WikiLeaks-Lokal plus hyperlokale Websites – auch wenn sie nicht ein Projekt sind – dürfte der Berichterstattung über lokale Themen bzw. der lokalen Politik einen gewaltigen Push geben. Und das alles dürfte dem Interesse an der lokalen Demokratie zu Gute kommen…

Falk Madeja

 

 
 

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