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Ermittlungen gegen Assange-ursprünglich nicht angezeigt

Julian ASSANGE arrested . Wikileaks

Image by Abode of Chaos via Flickr

Bei den Vorwürfen gegen Wikileaks-Gründer Assange steht Aussage gegen Aussage.
Damit ist fraglich, ob es je zu einer Verurteilung kommen wird.

Eine der beiden Frauen, die Assange beschuldigen, schreibt in ihrem Blog:

„Eine gute Rache knüpft an das an, was dir angetan wurde.“

Die beiden mutmaßlichen Opfer des inhaftierten Wikileaks-Chefs Julian Assange wollten den 39-Jährigen ursprünglich nicht anzeigen. Der unter Vergewaltigungsverdacht stehende Australier sollte sich nach ihrem Willen nur auf Geschlechtskrankheiten untersuchen lassen, wie mehrere Vertraute Assanges sagten.

Nachdem mehrere Versuche der Kontaktaufnahme gescheitert waren, gingen die Frauen schließlich gemeinsam zur Polizei. Seit Dienstag sitzt Assange in England in Haft.
Er hat die Vorwürfe stets bestritten.
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Julian Assange-der Scharfschütze und die Meinungsfreiheit

Ein Außenseiter, angezogen von der Gefahr:

Der ehemalige Soldat, Pilot und Journalist Vaughan Smith gewährt Wikileaks-Gründer Julian Assange Obdach nach dessen Freilassung.

Im Gerichtssaal des Londoner High Court saß Vaughan Smith in den ersten Reihen der Besucherbänke. Der Mann im eleganten dunkelblauen Anzug ließ sich seine Gefühle nicht anmerken, als sein Freund Julian Assange von einem Gerichtsbeamten hereingeführt wurde.

Gewährt Julian Assange Unterschlupf: Der Journalist Vaughan Smith.

Für Smith, der von seinen Freunden wegen seiner einstigen Karriere bei der britischen Armee auch „Captain Smith“ genannt wird, ging es um einen besonderen Einsatz: Der 47-Jährige hat wesentlich dazu beigetragen, dass der Gründer der Internetplattform Wikileaks nun in Großbritannien aus der Haft frei kam. Julian Assange findet Unterschlupf auf dem schmuckem Landsitz von Smith, auf Ellingham Hall in Südostengland.

Hier soll der Aktivist nun mindestens bis Januar wohnen – bis über seine Auslieferung nach Schweden wegen des Vorwurfs der sexuellen Nötigung endgültig entschieden ist. Smith setzt sich schon seit Wochen für Assange ein, der Amerika mit der Veröffentlichung von US-Botschaftsdepeschen im Internet gegen sich aufgebracht hat. So konnte sich Assange vor seiner Verhaftung durch die britische Polizei in der von Smith gegründeten Journalisten-Vereinigung „Frontline Club“ in West-London aufhalten.

Smith betrachtet sich selbst als einen radikalen Liberalen, der konsequent für Bürgerrechte und Meinungsfreiheit eintritt. Politische Parteien sind ihm suspekt. Diese gehören für ihn zum politischen Establishment, und das entfernt sich nach Meinung von Vaughan Smith in den westlichen Staaten immer weiter von den Idealen der Demokratie.

Smith hat eine ungewöhnlich Karriere hinter sich. Aufgewachsen ist er auf dem Landsitz Ellingham, der seit 225 Jahren in Familienbesitz ist. „Mein Großvater liebte die Jagd, und ich fand auch Gefallen daran“, sagte Smith einmal in einem Interview. So streifte er schon als Schuljunge durch die ausgedehnten Ländereien seiner Familie. Ein gewisser Sinn für das Abenteuer zog den jungen Mann später offenbar auch zur Armee, wo er zum Scharfschützen ausgebildet wurde. Er war unter anderem in Nord-Irland, Zypern und Deutschland stationiert. Nebenbei erwarb er eine Pilotenlizenz für Leichtflugzeuge.

Nachdem er seinen Dienst bei den Streitkräften quittiert hatte, entdeckte Smith seine Leidenschaft für den Journalismus. Auch dabei suchte er eher den außergewöhnlichen Einsatz. Als freischaffender Video- und Nachrichten-Journalist begab er sich immer wieder an gefährliche Schauplätze. 1991 filmte er den Vormarsch der amerikanischen und britischen Truppen im ersten Golf-Krieg. Smith hatte sich dazu die reguläre Uniform eines britischen Offiziers besorgt, um nicht den Restriktionen für offiziell akkreditierte Reporter zu unterliegen.

Weitere Recherchereisen führten Smith in die Kriegsgebiete von Bosnien und Afghanistan. Zugleich gründete der Vater von vier Kindern die unabhängige Agentur „Frontline Television News“ sowie 2003 den Londoner „Frontline Club“. An der Frontlinie bewegt sich Vaughan Smith nun auch als Helfer für die Internetplattform Wikileaks. Wie es heißt, habe er seinem Gast Assange bereits einen Internetanschluss auf Ellingham Hall eingerichtet.

 
 

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Assange nicht weiter in Haft.

Julian Assang ist wieder frei!!

Assange kommt gegen Kaution frei

London (RPO). Der in Großbritannien inhaftierte Wikileaks-Gründer Julian Assange kommt gegen Kaution frei. Das entschied gerade ein Gericht in London. Assanges Anwalt hatte zuvor erklärt, sein Mandant sei bereit, eine elektronische Fußfessel zu tragen und sich an einer der Polizei bekannten Adresse aufzuhalten.

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Getty Images

WikiLeaks-Chef Assange: Unterstützer trugen Kaution zusammen

Der Einspruch ist abgewiesen worden: WikiLeaks-Gründer Julian Assange kann nun doch gegen Kaution aus der Haft freikommen, das hat ein Gericht in London entschieden. Assange muss sich aber an strikte Auflagen halten.

London – WikiLeaks-Gründer Julian Assange darf das Gefängnis in London verlassen. Das entschied das höchste britische Zivilgericht am Donnerstag in zweiter Instanz. Ein Richter hatte bereits am Dienstag angeordnet, Assange gegen Sicherheitsleistungen von 240.000 Pfund (288.000 Euro) auf freien Fuß zu setzen. Doch dagegen wurde Beschwerde eingelegt. Eine Sprecherin der schwedischen Staatsanwaltschaft widersprach Berichten, wonach die Beschwerde von ihrer Behörde stammte. Diese habe damit nichts zu tun. Sie sei allein Sache der britischen Staatsanwaltschaft gewesen. Die wiederum widersprach dem: Die britische Staatsanwaltschaft habe in Auftrag der schwedischen Regierung gehandelt.

 

Unter den Unterstützern von Assange vor dem Gerichtsgebäude im Zentrum Londons brach unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Entscheidung Jubel aus.

 

Assange befindet sich seit gut einer Woche in Haft, nachdem er sich wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden der britischen Polizei gestellt hatte. Er hat die Vorwürfe zurückgewiesen und von einer Intrige gesprochen. Die Anschuldigungen von zwei Schwedinnen, wonach er im August ungeschützten Sex erzwungen haben soll, bestritt er.

Die Freilassung auf Kaution ist mit Auflagen verbunden. 200.000 Pfund müssen in bar hinterlegt werden. Außerdem muss er sich auf dem Landsitz Ellingham Hall in der ostenglischen Grafschaft Suffolk aufhalten und sich täglich bei der Polizei melden. Um Assange zu helfen, hatten Unterstützer – unter ihnen auch Prominente wie Bianca Jagger – Geld für die Kaution zusammengetragen.

Spätestens am 11. Januar wird die eigentliche Anhörung über das Auslieferungsbegehren aus Schweden stattfinden. Die schwedischen Behörden wollen die Auslieferung Assanges erreichen, um ihn wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung zu befragen. Eine Anklage gibt es nicht.

 

 

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Im geheimen einberufene US-Geschworene entscheiden über Assanges Schicksal

The jury box in the Pershing County, Nevada, C...

Image via Wikipedia

Julian Assange sitzt wegen zweifelhafter Vorwürfe in einem britischen Gefängnis. Das Gericht beschloss, ihn gegen Kaution freizulassen. Aus Schweden erfolgte Einspruch. Mittlerweile wurde durch Assanges Anwalt bekannt, dass im US-Bundesstaat Virginia „im geheimen bestellte“ Geschworene gerade darüber beraten, ob von US-Seite Anklage erhoben werden soll. Sollte eine Auslieferung Assanges von den USA gefordert werden, würde dies, trotz anti-amerikanischer Stimmung in Großbritannien, einen zumindest langen Aufenthalt in Gefängnissen mit sich bringen.

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Julian Assange & Wikileaks

Drangsaliert, fangt und neutralisiert ihn!

In den Vereinigten Staaten geben jene den Ton an, die Julian Assange und Wikileaks den Garaus machen wollen. Doch es gibt auch Stimmen, die nach eigenen Fehlern fragen.

Ist Julian Assange ein Terrorist, der die Vernichtung der Vereinigten Staaten betreibt? Ist er bloß der Überbringer schlechter Nachrichten – der nämlich, dass die amerikanische Regierung Geheimnisse nicht zu schützen vermag? Oder ist er ein politischer Provokateur, dessen Aktionen gravierende Konsequenzen für die Informationsfreiheit in Amerika haben werden?

Entlang dieser Linien entzündet sich in den Vereinigten Staaten die Diskussion um die Veröffentlichung der von Wikileaks gesammelten diplomatischen Depeschen. Read the rest of this entry »

 
 

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Julian Assanges Ein nützlicher Idiot?

Julian Assange & Daniel Ellsberg

Image by jdlasica via Flickr

Nicht wenige sehen in Julian Assanges Enthüllungsplattform ein Werkzeug westlicher Geheimdienste. Doch sie verwechseln Wikileaks und Mainstreammedien

Ist Julian Assange der Comandante der globalen Internet-Guerillakämpfer im Infokrieg gegen Lügen und Manipulation der menschenverachtenden Eliten des Kapitals? Oder ist der Wikileaks-Chef deren nützlicher Idiot, der unwissentlich Spielmaterial verbreitet, das von Geheimdiensten zusammengestellt wurde, die er eigentlich bekämpfen will? Oder, schlimmer noch, steckt er mit diesen Mächten sogar unter einer Decke? Alles scheint möglich, an der Person von Assange scheidet sich derzeit die Meinung von vielen Linken wie schon lange nicht mehr. Read the rest of this entry »
 
 

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