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Menowin Fröhlich-das Medienopfer 2010

DSDS-Finalist Menowin Fröhlich war der im Jahr 2010 von den alten Medien am meisten gegängelte Deutsche.

Erst vom Springer-Flaggschiff und RTL gehyped, stießen ihn ‚Bild‚ & Co schließlich publikumswirksam vom Medienthron, und brachten ihn um den sicher erscheinenden Castingshowsieg. Es bleibt ein fader Beigeschmack.

Wer mit ‚Bild‘ im Fahrstuhl nach oben fährt, fährt mit dem Blatt auch wieder hinab:
An niemandem hat Chefredakteur Kai Diekmann im Jahr 2010 bezüglich dieses geflügelten Wortes ein härteres Exempel statuiert als an Soul-Sänger Menowin Fröhlich. Read the rest of this entry »

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Julian Assange-Staatsfeind Nr. 1

Julian ASSANGE arrested . Wikileaks

Image by Abode of Chaos via Flickr

Eigentlich könnte Julian Assange selbst das unwürdige Hin und Her mit Gerichten, Fußfesseln und Kautionszahlungen schnell beenden. DerWikiLeaks-Gründer könnte gleich heute freiwillig nach Stockholm fliegen und sich den schwedischen Behörden stellen.

Sind die Vorwürfe wegen zweifacher Vergewaltigung gegen ihn unbegründet, wie Assange es behauptet, wäre er nach dem Verhör ein freier Mann. Assange müsste nur der schwedischen Justiz so weit trauen, dass sie ihn nicht wegen der Veröffentlichung der Botschafterdepeschen an die USA ausliefert. Das aber tut er nicht.

Und dafür gibt es gute Gründe. Jedenfalls schließt in Schweden niemand mehr ausdrücklich aus, den WikiLeaks-Gründer unter Umständen auch den US-Behörden zu übergeben. Und die Bundesanwälte in Washington ziehen seit Wochen alle möglichen Register, um eine Anklage wegen Spionage oder Verschwörung gegen ­Assange zusammenzubasteln. Bislang ohne Erfolg. Sogar Gesetzesänderungen werden diskutiert, um eine Anklage gegen den längst zum Staatsfeind Nr. 1 erklärten Assange möglich zu machen.

Das wäre ein fatales Signal. Assange hat mit den Mitteln des Internets nicht mehr gemacht als das, was Zeitungen seit Jahrzehnten tun. Nach allem, was man weiß, hat er geheime Informationen veröffentlicht, die ein ihm unbekannter Mann unerlaubt aus den Regierungscomputern gefischt hat. Das ist nicht verboten.

Wenn die USA die Grenzen der Justiz überdehnen würden, um ihnen unlieb­same Veröffentlichungen zu stoppen, gelänge Assange womöglich eine Enthüllung, die in keiner Botschafterdepesche zu finden ist. Es entstünde der Eindruck, dass Pressefreiheit dort endet, wo sie den Mächtigen gefährlich wird.

Diesen Triumph sollte Washington Assange nicht auch noch gönnen.

[Dirk Schmaler]

WikiLeaks: Der Preis der Wahrheit

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Australien stellt sich schützend vor Assange

Federal Labor leader Kevin Rudd

Image via Wikipedia

Überraschend meldet sich nach seiner Verhaftung Assanges Heimatland Australien zu Wort:

Nicht der 39-Jährige, sondern die USA trügen die Verantwortung für die jüngsten Enthüllungen.

Nach Einschätzung Australiens tragen die USA und nicht Wikileaks-Gründer Julian Assange die volle Verantwortung für die Veröffentlichung geheimer Diplomaten-Depeschen im Internet. Diejenigen, die ursprünglich die Weitergabe der rund 250.000 Nachrichten aus dem US-Außenministerium ermöglicht hätten, seien rechtlich zur Verantwortung zu ziehen, sagte der australische Außenminister Kevin Rudd am Mittwoch. Die Tatsache, dass solche Nachrichten an die Öffentlichkeit gelangen konnten, stelle zudem die Sicherheit der Übertragungswege der USA infrage. „Herr Assange ist nicht selbst für die Veröffentlichung verantwortlich“, sagte Rudd. „Die Amerikaner sind dafür verantwortlich
Der inhaftierte Wikileaks-Gründer Julian Assange zeigt sich indes wenig dankbar.

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Verfasst von - 8. Dezember 2010 in Gesellschaft, Politik, Wikileak

 

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