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Sein Traum: E-Hockey spielen

12 Mrz

„Ich gebe nicht auf“

Angefangen hat es im ersten Schuljahr. Seit dieser Zeit bestimmt das Thema seinen Alltag. Er verfolgt die Liga-Spiele, sammelt alle möglichen Informationen über den Sport, vor allem aber über die Spezial-Rollstühle, die dafür nötig sind“, erzählt Eva El Osrouthi und blickt auf ihren Sohn.

Jan wohnt in der Südstadt, ist 18 und körperbehindert. Er besucht die Förderschule Melanchtonstraße und macht aktuell ein Praktikum in einem Ronsdorfer Sanitätshaus: „Ich will Reha-Techniker werden“, sagt er fröhlich, „und so kann ich erste Erfahrungen sammeln.“

Überhaupt ist er ein fröhlicher Teenager. Daran ändert auch seine Behinderung nichts. Dass er auf viele Dinge, die für seine Altersgenossen selbstverständlich sind, verzichten muss, ja doch, manchmal setzt ihm das zu. Mal schnell mit Freunden auf einen Kaffee treffen, spontan ins Kino gehen, einfach mal durch die City bummeln, es geht nicht. Seine Freizeitaktivitäten müssen geplant und mit dem ÖPNV organisiert werden. „Das zieht mich schon hin und wieder runter, aber dann hol ich mir die Welt per Internet ins Zimmer und das ist okay“, berichtet er tapfer lächelnd.

„Auch wenn Jan nur 1,51 Meter groß ist, er hat ein großes Herz und ist eine Kämpfernatur“, verrät die allein erziehende Mutter. Und dass Kämpfen ihm in die Wiege gelegt wurde: „Ich war gerade im fünften Monat als er zur Welt kam. Ein 480 Gramm schweres Bündel Leben, dem die Ärzte keine Chance gaben. Und selbst wenn, dann mit schweren geistigen und körperlichen Einschränkungen.“

Doch er hat sich durchgeboxt und ist – bis auf die Muskelschwäche in den Beinen und im linken Arm – ein ganz normaler junger Mann, der auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Und einen großen Wunsch hat. „Ich will E-Hockey spielen. Bei den ‚Ruhr-Rollers‘ in Essen“, so Jan. E-Hockey nennt sich die Sportart, bei der die Spieler in dafür konzipierten elektrischen Rollstühlen sitzend, Hockey spielen. Allerdings haben diese Sportgeräte ihren Preis: Je nach Ausführung sind zwischen 15.000 und 18. 000 Euro dafür fällig.

Geld, das die Familie nicht hat. Jan und seine Mutter haben schon große Firmen um Hilfe gebeten, doch eine positive Reaktion blieb bisher aus. „Es gab eine Zeit, da hat er mich inständig angefleht, mit seinem Taschengeld Lotto zu spielen. Doch als mit jeder nicht getippten Zahl die Hoffnung immer kleiner und er immer trauriger wurde, habe ich beschlossen, ihm das zu ersparen.“

„Ich will nicht nur davon träumen zu spielen, sondern dabei sein. Und ich gebe nicht eher auf, bis es geklappt hat“, sagt Jan. In der Hoffnung, dass Wuppertaler Herz zeigen und helfen, das ihm so wichtige Ziel zu erreichen.

Wer helfen will: Spenden können mit dem Stichwort „Jan“ auf das Spendenkonto DE32 3305 0000 0002 5942 57 bei der Sparkasse Wuppertal eingezahlt werden.

geschrieben von Manfred Bube

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