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„Schlimmer als die Armut ist die Demütigung“

28 Nov

630 Euro Rente nach 40 Jahren Beitragszahlung

Magda Kunkel ist 74, Rentnerin, und lebt in Gießen. Sie hat 40 Jahre lang ihre Beitragszahlungen entrichtet, drei Kinder erzogen und wird jetzt mit 630 Euro aus der gesetzlichen Rente abgespeist. Davon muss sie ihr Leben bestreiten.

Einen bemerkenswerten und nachdenklich machenden Auftritt gab es in der Sendung »Maybritt Illner« beim per GEZ-Zwangsgeld finanzierten Sender ZDF. Die 74-jährige Magda Kunkel aus Gießen schilderte eindringlich und ohne jedem Pathos ihre Situation.

Die eindringlichen Worte von Frau Kunkel in diesem Video:

Das knappe Geld, sie muss ihren Lebensunterhalt aus 630 Euro Rente plus 300 Euro zur Grundsicherung bestreiten. In diesem Zuschlag ist der Mehraufwand für krankheitsbedingte Ernährung bereits enthalten.

Magda Kunkel hat 48 Jahre lang gearbeitet, etwa 40 Jahre ihre Beitragszahlungen entrichtet und drei Kindern das Leben geschenkt. Dass sie nun mit dieser geringen Rente auskommen muss, sei schlimm und sie fühlt sich nicht gut behandelt. Ihre Generation hat nach dem Krieg, wenn überhaupt, kranke Väter nach Hause bekommen. Die Mütter haben, wenn überhaupt, kranke Männer nach Hause bekommen. »Wir haben schwer arbeiten müssen!«

Sie fühle sich relativ arm, gibt Frau Kunkel in dem Gespräch an. Es sei wenig Geld und vieles sei nicht möglich, führt sie aus, aber viel schlimmer »ist die Demütigung, die man sich gefallen lassen muss.« Die Vorlage der Kontoauszüge, mitunter sogar zwei Mal im Jahr beim Amt ist für sie ebenso demütigend wie Kommentare, die sie bekommt, wenn sie ein Darlehen für Schuhe beantragt: »Bringen Sie aber die Quittung mit, Sie können mir ja viel erzählen.«

Frau Kunkel will kein Mitgefühl, sie will Achtung. Sie plädiert dafür, dass die Arbeit, die sie und andere Frauen ihrer Generation geleistet haben, geachtet wird.

Wenn sie gut haushaltet, dann bleiben ihr ungefähr 350 Euro im Monat zum Leben. Nach 48 Arbeitsjahren und 40 Jahren Beitragszahlungen sowie drei Kindern. >>>Dreihundertfünfzig Euro<<<

Zum Vergleich:

nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG)
steht einem allein stehenden Leistungsberechtigten
>>>SOFORT ein Betrag von 354 Euro zu<<<
.
Ohne, dass er jemals auch nur einen einzigen Cent in das Sozialsystem eingezahlt hat.
Gesundheits- respektive Krankheitskosten werden, anders als bei Frau Kunkel,
übernommen, Zahnarztkosten ebenfalls.

Quelle:freiewelt.net 25.11.2016 – 09:09 Uhr
 

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