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Joachim Gauck- Von wegen Vertrauen!

26 Mrz

wer verlangt schon Zukunft von einem 72-Jährigen

Er ist ein Prediger. Er ist zuständig fürs Erbauliche.

Bis zu welchen Absurditäten er das treiben kann, war schon vor ein paar Tagen zu beobachten. „Was für ein schöner Sonntag!“, rief er nach seiner Wahl aus. Er zitierte damit den Titel eines der großen Bücher des zwanzigsten Jahrhunderts.

Bei Jorge Semprun ist das der sarkastische Satz eines KZ-Insassen, der an einem Dezembersonntag vor die Baracke tritt und sieht, wie der Schnee im Licht der Scheinwerfer herabwirbelt. Bei Gauck wird dieser bitterböse Satz, von dem der Autor schreibt, der Mann hätte eben so gut „Scheiße“ sagen können, ins nur Affirmative gewendet. Es ist ein Satz, in dessen scheinbar strahlendem Licht, der Wahlsieger glaubt sonnen zu können.

Gauck steht nicht für mehr Demokratie in gesellschaftspolitischen Zusammenhängen sondern für den Erhalt der Systemdominanz. Er gehört zu den Kirchengeistern die im Sinne des verhängnisvollsten EKD Beschlusses Nachkriegsdeutschlands das Recht auf gewaltsamen Wiederstand gegen den Deutschen-Staat aus religiösen Gründen verneinte und kurz danach genau von diesem (bzw. der internationalen Androhung von Gewalt) mit der Abschaffung der DDR profitierte.

Doch wer ist dieser Joachim Gauck eigentlich, der stets als DER DDR-Bürgerrechtler, Demokratielehrer, Freiheitskämpfer und Stasijäger verkauft wird?

Mit Sicherheit ist er nicht der bürgerbewegte Held und Freiheitskämpfer, als der er verkauft wird. Man kann stundenlang im Netz recherchieren, finden wird man nicht viel: Denn zur politischen Opposition in der DDR hat Gauck nicht gezählt. In den systemkritischen Friedens- und Umweltgruppen im Umfeld der Evangelischen Kirchen trat er nicht in Erscheinung. Im Netzwerk der Oppositionsgruppen war er nicht vertreten. An der Oekumenischen Versammlung, die 1988 und 1989 die wichtigsten Freiheitstexte gegen die SED und ihre Politik veröffentlichte, hat Gauck nicht teilgenommen.

Es gibt keinen Text von Joachim Gauck, der in der DDR von Hand zu Hand gereicht wurde. In den Publikationen, die in der DDR von kritischen Gruppen illegal herausgegeben wurden, taucht der Name Gauck als Verfasser nicht auf.

Joachim Gauck hat sich erst im Oktober 1989

in Rostock dem “Neuen Forum” angeschlossen.

Vorher ist ein politisches Engagement gegen den repressiven Staat nicht auszumachen. Im Kontext der Oppositions-Geschichte der DDR ist Joachim Gauck ein Bürgerrechtler der letzten Stunde. … Gaucks Talente und Verdienste haben sich nach der deutschen Einheit auf ziemlich eindrucksvolle Weise gezeigt. Vorher, zu Zeiten der DDR, war davon nichts zu hören und zu ahnen.

Und damit reiht er sich bei jenen “Freiheitskämpfern” ein, die spät aus den Löchern gekrochen sind, es aber geschickt verstanden, bei der Aufarbeitung der Tragödie als Held dazustehen. Er ist da in guter Gesellschaft mit Fau Merkel, der FDJ-Sekretärin.

Kaum einer weiß, daß er seinen guten Beziehungen zum Ministerium für Staatssicherheit (MfS) manche Privilegien verdankte: Seine beiden Söhne durften in die BRD übersiedeln und konnten jederzeit wieder die DDR besuchen; Gauck selbst durfte ebenfalls aus diesem Anlaß in den Westen. Und auf seinen Wunsch hin wurde für seine persönlichen Zwecke ein VW Transporter importiert.

Merkwürdig ist, dass es Gauck war, der 2007 auf Nachfrage der Linken eingestehen mußte, dass unter seiner Leitung der “Gauck-Behörde”, sich 50 ehemalige Mitarbeiter der DDR-Staatssicherheit in der Kuschelecke des  öffentlichen Dienstes verstecken konnten…

Gauck ist ein Wanderprediger für den neoliberalen Irrsinn!

Er gaukelt uns vor – er sei demokratisch gesinnt – Gaucks
 neoliberales
 Verständnis
 von
 Freiheit
 als 
Freiheit 
des
 Finanzkapitals, schließt
 soziale Menschenrechte und Demokratie
 aus. 
Von
 sozialer
 Gleichheit 
als
 Bedingung
 wirklicher 
Freiheit versteht er
 nichts.
 Mit 
der
 Agenda
 2010
 und 
ihren
 brutalen
 Folgen 
ist
 er 
sehr
 einverstanden, für die
 Betroffenen
 und 
ihre
 Proteste 
hat 
er
 stets 
nur
 Verachtung.

Freiheit, Freiheit, Freiheit. Gauck kennt kein anderes Thema.

Nicht die soziale Gerechtigkeit. Nicht die Finanzkrise. Nicht die Internet-Zensur.Stattdessen beschönigt der Kandidat die Lage und redet unentwegt von Freiheit.

Freiheit ist ein hoher Wert. Gauck beachtet aber nicht, dass das sein unentwegtes Predigen über Freiheit in den Augen vieler Menschen hohl klingt. Worin besteht die Freiheit eines Arbeitslosen? Worin besteht die Freiheit einer abgearbeiteten Alleinerziehenden? Worin besteht die Freiheit eines selbstständigen Kaufmanns, der wegen der monopolartigen Marktmacht der Konkurrenz in Schwierigkeiten geraten ist? Die Basis gelebter Freiheit ist wirtschaftliche Unabhängigkeit und soziale Sicherheit. Diese Zusammenhänge kennt Gauck nicht. Er kann sich nicht in die Lage von Menschen versetzen, denen es nicht gut geht.

Er vertritt, und das ist völlig ausreichend belegt durch unzählige Statements die ein klares Charakterbild zeichnen, nur unfasslich konservativ-rückständige Positionen.
aber…

Wer erwartet  schon ein Bekenntnis zur  Zukunft für alle Bürger
von einem 72-Jährigen Wanderprediger
hinter der Fassade eines Bundes-Gauck-ler`s

Quellen:
Im Osten nix Neues
Leitartikel: Frankfurter Rundschau
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