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Joachim Gauck – Die sozialen Kälte wird Bundespräsident

20 Feb

Kandidat der Herzen? oder  ein Theologe der Herzlosigkeit

Ein „Kandidat der Herzen“, wie es bereits  im Frühsommer 2010 von den Medien hieß soll nach Auffassung der Politik, Wulffs Nachfolge antreten:

Na was für ein Zufall

Na was für ein Zufall

Schwarz-Gelb schlägt gemeinsam mit SPD und Grünen Joachim Gauck für das Amt des Bundespräsidenten vor….Die Mitglieder der Bundesversammlung müssen nur noch anreisen.Sie haben beim Wählen aber  keine Wahl. Gauck ist von den Parteien bereits „ausgewählt“. Die sogenannte „Wahl des Bundespräsidenten“ ist nur noch eine Farce….

Tatsächlich „Kandidat der Herzen“? Wäre Joachim Gauck ein solcher Bundespräsident? Wäre Gauck eine der arte Lichtgestalt? Wäre Gauck der Kandidat der Herzen, der Präsident aller, wäre er der aufrechte, lautere, zutiefst menschliche Mensch weit über allem Partei Gezänk?

Nein, Joachim Gauck ist ein solcher Bundespräsident nicht.

Was Christian Wulff nicht zuwege brachte, das wird  Joachim Gauck bei vielen Menschen hierzulande durchaus glücken: sozialspalterisches Gedankengut hineintragen in unser Land, zutiefst verrohenden Denken, eine Propaganda völliger Mitleidlosigkeit.

Als der  „wahren Demokratielehrer“…

wird  er die Bürgerinnen und Bürger davon „überzeugen“ wollen, dass der Abbau unseres Sozialstaates, dass insbesondere Hartz-IV, diese staatlich betriebene Verelendung von Millionen Menschen in der Bundesrepublik, doch eigentlich eine prima Sache sei.

Dazu einige Beispiele, mit welch Segenssprüchen Ex-Pfarrer Gauck diese alltäglich praktizierte Menschenverachtung namens Hartz-IV seit Jahren verbreitet:

Joachim Gauck hat die Sozialstaatsverpflichtung der Bundesrepublik gegenüber den Hilfsbedürftigen mit den Worten kritisiert: „Diese Reduzierung des Lebensglücks auf Wohlfahrt und Wohlstand halte ich nicht für kindlich, sondern für kindisch“. Die Forderung nach Wohlfahrt aller sei „Reduzierung des Lebensglücks“, sei „kindisch“?

Joachim Gauck hat die humanen Grundmotive der menschenwürdigen Existenzsicherung für alle Menschen in der Bundesrepublik mit dem Verdacht belegt: „Wir stellen uns nicht gerne die Frage, ob Solidarität und Fürsorglichkeit nicht auch dazu beitragen, uns erschlaffen zu lassen.“ (Quelle: Welt-Online vom 07.06.10).

Mit dieser wörtlichen Übernahme von Thesen aus den Propagandaschriften der Unternehmer-Organisation „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (siehe deren Broschüre: „Mehr Freiheit für Eigeninitiative“!) stellt sich Gauck auf die Seite der Sozialstaatsvernichter in diesem Land und liefert diesen Vorwände für noch bösartigere Kürzungen im Sozialbereich.

Bereits im Sommer des Jahres 2004 bezeichnete Joachim Gauck die Bürgerinnen und Bürger, die gegen das Menschenverelendungsgesetzeswerk Hartz-IV demonstrierten, als „töricht und geschichtsvergessen“ – allein deshalb, weil diese Menschen den Begriff der „Montagsdemonstrationen“ wiederaufleben ließen (Quelle: RP-Online vom 09.08.04).

Joachim Gauck hat die Zerstörung unseres Sozialstaats mit den folgenden Worten gefeiert: „Als Gerhard Schröder einst die Frage aufwarf, wie viel Fürsorge sich das Land noch leisten kann, da ist er ein Risiko eingegangen. Solche Versuche mit Mut brauchen wir heute wieder“ (Quelle: Die Welt vom 07.06.10).

Das ist im Klartext ein Plädoyer für noch mehr Menschenverelendung in diesem Land. Und was hier „Mut“ genannt wird, ist in Wahrheit nichts anderes als Menschenverachtung. Mit derartigen Äußerungen reiht sich Joachim Gauck ohne jede Einschränkung ein in die Front jener Politiker, die mit der Agenda 2010 über Millionen von Menschen in bitteres Unglück zu stürzen vermochten. Er vertieft damit die Misere und die Spaltung in der Bundesrepublik statt sich einzusetzen für die Ärmsten der Armen in unserem Land.

Eine derartige Absage an Mitgefühl und Solidarität darf unser Land nicht repräsentieren – weder nach innen noch nach außen hin.

Der „Kandidaten der Herzen“, wie Gauck 2010 gern von den Medien bezeichnet worden ist, ist eher ein Theologe der Herzlosigkeit. Ein Mensch – offenkundig heillos in sich selber verstrickt, in die eigene höchstpersönliche Lebensgeschichte. So spricht ein Gefangener der eigenen Lebensgeschichte, kein mitfühlender Mensch, sondern ein Mann, der offenkundig  das Grundgesetz nicht kennt.

Einem  Mann, der konsequent gegen die Ärmsten der Armen in diesem unserem Lande polemisiert, einem  nicht un-begünstigten des DDR-Regimes, der heute die richtige Fahne in den richtigen Wind gehängt hat, eben ein richtiger Kirchenmann….darf man das höchste Amt, das in der Bundesrepublik zu vergeben ist, nicht anvertrauen.

Wir brauchen keinen
„Heiligen 
wahren Demokratielehrer“
an der Spitze unseres Staates,

der Bundespräsidentensitz ist kein „Heiliger Stuhl“.

Aber einen Scheinheiligen brauchen wir dort oben schon gar nicht!

Sollte es dazu kommen, wird uns auch kein Pastor in Bellevue mehr helfen. Denn dann wäre unser Staat tatsächlich und endgültig moralisch bankrott.

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