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Facebook das eigentliche Geschäftsmodell

28 Sep

Das ganze Leben wird zur Online-Show

Facebook ist der beängstigende Versuch, ein Netz im Netz zu schaffen. Wer es betritt, braucht es nie wieder zu verlassen:ein gläserner Käfig für die Nutzer und das Paradies für die Werbewirtschaft.

Mit der Umwandlung von Facebook in eine umfassende Alltagsdatenspeicherungsplattform erhöht sich die „Klebrigkeit“ erheblich. Selbst an einem Button für Todesfälle in der Familie ist nun gedacht. Wer sein halbes Leben dort verewigt hat, viel Aufwand in das Sortieren und Präsentieren seiner Informationen gesteckt hat, wird nicht so schnell woanders hin weiterziehen.

Große Freude dürfte Facebooks neue Strategie sicherlich bei Ermittlungsbehörden und Geheimdiensten auslösen. Sie können zukünftig mit geringen Hürden Zugriff auf wirklich umfangreiche Lebensprofile nehmen, inklusive aller Details.

 Das Konzept erinnert an die Stasizentrale in der DDR

Das Konzept erinnert an die Stasizentrale in der DDR

Facebook das eigentliche Geschäftsmodell
Facebooks Lieblingsnutzer kommen aus der gleichen demographischen Gruppe wie die Zuschauer und Teilnehmer von Casting-Shows. Die mediale Normalisierung und Idealisierung des permanenten Selbstdarstellertums findet hier seine digitale Äquivalenz. Je mehr man von sich und seinem Alltag preisgibt, je mehr man das eigene Leben an der Inszenierbarkeit ausrichtet, desto stärker wird die Abhängigkeit des eigenen Selbstbewusstseins von Meinung und Urteil der „Freunde“ und vermeintlichen Vorbilder.
Welche psychischen Folgen das hat, kann man in den Beratungsstellen für Mobbingopfer und den Fluren der TV-Studios lernen, in denen die aussortierten Möchtegern-Stars jammern.
Das ganze Leben ist eine Online-Show, jedes Alltagserlebnis, wird es permanent dokumentiert und sichtbar gemacht, gehört zur Selbstinszenierung des digitalen Ichs. Wer nicht mitmachen will, ist schon per Definition uncool. Das perfide Ziel dieser Änderung der gesellschaftlichen Normen – und nichts anderes beobachten wir seit geraumer Zeit – ist die schnöde Ankurbelung des Konsums durch Werbung.

Menschen, die in sich unsicher und abhängig vom Urteil anderer sind, lassen sich leichter dazu bewegen, durch Kauf der „richtigen“ Produkte und Dienstleistungen ihr Selbstwertgefühl aufzupolieren. Und das ist schließlich das eigentliche Geschäftsmodell von  Facebook.    Von Frank Rieger


Das Grundproblem: Der Schutz der Privatsphäre passt schlecht zum Geschäftsmodell.

Ende Dezember:Ohne große Vorwarnung entschieden Zuckerberg und Co., Profilbild, Name und Geschlecht künftig automatisch öffentlich und damit zum Allgemeingut zu machen – bis dato konnte man Informationen wie diese Freunden vorbehalten. Zuckerbergs erste Antwort auf den anschwellenden Proteststurm glich einer Verlautbarung aus dem Politbüro. Die Zeit der Privatheit sei vorbei, sagte er noch im Januar. Nicht Facebook müsse sich ändern, die Gesellschaft ändere sich. Mehr Offenheit auch in privaten Dingen sei heute die „soziale Norm“.

Seither  es setzt eine Flucht per Löschtaste ein – obwohl das Unternehmen seinen Nutzern diese bislang nach Kräften erschwert. Der Schritt fällt ohnehin nicht leicht: Anders als bei einer Suchmaschine hüpft man nicht einfach einen Anbieter weiter, man hinterlässt immerhin eine digitale Existenz, eine Datenspur, eine Historie. Dennoch haben rund 23 000 Nutzer bislang ihr Facebook Account gelöscht oder das Facebook Konto deaktivieren.

Facebook Account löschen!
Nicht nur halbherzig im Zugriff einschränken, oder deaktivieren

denn auf die Daten kann man trotzdem zugreifen wenn man wie auch immer in die “Freundesliste gelangt”… also besser gleich komplett Facebook Account löschen. Als ich dabei war auch mein Facebook Account zu löschen ist mir aufgefallen das es garnicht so einfach geht daher an dieser Stelle ein entsprechender Link zum Facebook Konto löschen:

Um den Link auszuführen sollte man natürlich in seinem Facebook Konto eingeloggt sein.
Facebook Konto löschen -> https://ssl.facebook.com/help/contact.php?show_form=delete_account

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