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Recht auf Wohnen und zwar Menschenwürdig

27 Feb
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fiftyfifty-Düsseldorf

Recht auf Wohnen

und zwar Menschenwürdig

Wohnungslosen Männer und Frauen auch als “ Asoziale “ bezeichnet, werden nicht mehr verfolgt wie noch vor Jahren. Der Teufelskreis „Ohne Arbeit, keine Wohnung – ohne Wohnung, keine Arbeit“ macht sie aber zum Spielball der Verantwortlichen im Amt für soziale Sicherung und Integration. 90 % der wohnungslosen Männer und Frauen sind arbeitslos, zumeist langzeitarbeitslos. Sie haben oft ein Einkommen, das noch unter den Eckregelsätzen des SGB II / XII liegt, viele verfügen über gar kein Einkommen. Eine Wohnung aus eigenen Kräften zu bekommen ist also so gut wie unmöglich. Die Stadt Düsseldorf verstärkt oder besser gesagt sie macht es zum Beispiel durch ein Verbot eines Telefonanschlusses in den Stadtwohnheimen so gut wie unmöglich. Ein Fest angemeldeter Telefonanschluss widerspricht der nur auf einen Übergangszeitraum angelegten Unterbringung in einer Obdachlosenunterkunft, ist die Argumentation der Stadtverwaltung Düsseldorf. Man verschweigt dass der Durchschnitt 4 Jahre und viele noch länger sich in Einrichtungen die an offenen Vollzug erinnernden Umstände leben müssen. Das reicht der Stadt aber nicht, es wird auch auf Kosten der Armen gespart was das Zeug hergibt, mit Schreiben vom 7. 6. 2010 hat das Amt für Soziale Sicherung und Integration die Bewohner der Häuser Kuthsweg 16-20 informiert, dass die Stadt diese Notwohnanlage zum 30. 6. 2010 aufgibt und die Bewohner zwischen dem 24. und 29. 6 in andere Notwohnungen untergebracht werden. Aber das sei nur eine vorübergehende Angelegenheit und das sie in drei bis sechs Monaten dort wieder raus müssten mit unbekanntem Ziel. Zeitgleich wurde den Bewohnern eine Ordnungsverfügung zugestellt, in der ihnen Zwangsmaßnahmen angedroht wurden. Auch das gewaltsame Eindringen in die bisherige Unterkunft und das gewaltsame Fortschaffen der sich darin befindlichen Gegenstände wurde angedroht. Ich habe Bekannte die seit über 40 Jahren da mit ihren Familien gelebt haben, sogar ihre Kinder großgezogen haben. Soviel zum „Übergangszeitraum“ ! Es waren schwerkranke Menschen dabei die auf Tägliche Pflege und Kontrolle angewiesen sind.
Das Problem löst die Stadt so:

Mitteilung der Stadtverwaltung Düsseldorf am Freitag, 9. Juli 2010 Persönliche Sachen können nur in den zur Verfügung gestellten Räumen gelagert werden. Nutzung von Boden oder Kellerräumen Verboten, obwohl vorhanden.
Telefon, Internet oder Fernseh Anschluss Verboten!!!
Für Notsituationen
besteht ja die Möglichkeit sich über Mobiltelefon (Prepaid) Hilfe zu verschaffen.

Wie sollen die Alten und Kranken welche vom Schimmelpilz verseuchten Kuthsweg 16-20 (6 Monate 4 Todesfälle) raus mussten, sich helfen?
Wer es sich nicht leisten kann ein teureres Prepaid Handy von seinem Regelsatz abzuzweigen
hat keine Möglichkeit zu reagieren.

Ein „Recht auf Telefon“?
Es gibt nicht mal ein Recht auf Menschenwürde.

Ob Wohnung oder Arbeitsmarkt die Angebote werden heute fast nur noch Elektronischen Wege zu finden sein. Die Öffentliche Möglichkeiten, neben den Datenschutzrechtlichen Problemen, sind keine Alternative denn eine Kontaktaufnahme ob Wohnung oder Arbeitgeber wird zwangsweise auf Möglichkeit des Schriftlichen reduziert. Auch der gesetzlich vorgeschriebene Kontakt mit den Ämtern geht nur noch per Briefkasten. Für die Öffentlichkeit hat es den Anschein eine Unterbringung ist eine Starthilfe für die Menschen am untersten Rand der Gesellschaft. In Wirklichkeit ist es aber der Zwangsweg zur absoluten Kontrolle, den nur wer gemeldet ist hat die Möglichkeit auf ein Minimum an Betreuung zum Überleben. So kann man jeder Zeit auf fast Kostenlose Arbeitskräfte zurück greifen durch Hartz 4 ist man dazu gezwungen. Durch die Verweigerung Information und Kommunikation mit den heute normalen Möglichkeiten, sogar die Verweigerung eines normalen Fernsehanschlusses wird verweigert, werden diese Menschen immer weiter in die Isolation getrieben. Ihnen wird schlicht Weck die Teilnahme am Gesellschaftlichen Leben verweigert. Der Stadt Düsseldorf es geht darum, um es noch freundlich auszudrücken, den zu „betreuenden“ Personenkreis in die absolute Unmündigkeit zu zwingen, sie dort zu lassen, wo sie sein sollen und wo sie sind, im Abseits. Menschenwürde weg, Recht auf freie Wahl des Wohnsitzes stark eingeschränkt, Möglichkeiten der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben weg, Kinder ohne Chancen.

In Düsseldorf nimmt Hartz IV und Wohnungslosigkeit immer mehr den Charakter der Armenhilfe an. Wann ist es so weit das wie 1697 Bedürftige auf der Kleidung ein aufgesticktes P (für pauper=arm) tragen müssen und ihnen das Wahlrecht entzogen wird, , letztendlich… ist es doch die Forderung nach Euthanasieprogrammen für Obdachlose.

Ihre Lebensberechtigung erlischt, weil ihre speziellen Leistungsprofile am Arbeitsmarkt nicht mehr nachgefragt werden.
Menschen in Armut und Wohnungsnot haben ein Recht auf Wohnen und zwar Menschenwürdig
Sie haben das Recht am Gesellschaftlichen Leben Teilzuhaben

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