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BLOGGER IM VISIER DER MEDIEN

08 Feb
Image representing Google News as depicted in ...

Angst

Eigene Gedanken
Mit dem Internet hat die Masse die Macht des Wortes.
Ich denke wen auch die Verlage vornehmlich finanziell motiviert sind, so geht es bei der gesamten Diskussion auch um die Presse- und Meinungsfreiheit. Da wohl jeder inzwischen weiß dass die Medien nur gefilterte Meldungen veröffentlichen dürfen (wollen?) werden die Machthaber über die Hintertür des „Urheberrechts“ auch hier ihre Zensur gegen alles was ihre Stellung in Gefahr bringt versuchen zu verwirklichen. Es wird mit allen möglichen und unmögliche Tricks versucht die Kontrolle zu bekommen. Das Internet ist die Plattform die sie zurzeit am meisten Fürchten. Wie groß die Angst von den Machthabern ist haben wir gerade am Beispiel Ägypten erlebt.

Das Bundesdatenschutzgesetz soll überarbeitet werden, es ist nicht für das Internet ausgelegt. Innen- und Verbraucherschutzministerium rangeln um die Schärfe der Regeln – und wer sie im Einzelfall definieren darf. Quelle

Kanonen gegen Online-Spatzen

geschrieben  von Spiegelfechter

Es kann der Frömmste nicht in Frieden verlinken, wenn es dem bösen Medienmogul nicht gefällt. Wenige Tage nach dem offiziellen Launch der Kommentar-Plattform Commentarist haben die Verlagshäuser SZ und FAZ dem kleinen Startup-Unternehmen durch Abmahnungen und Androhung “massiver rechtlicher Schritte” den Stecker gezogen. Die Macher von Commentarist haben ihren Dienst erst einmal pausiert und überlegen sich nun, wie sie weitermachen wollen. Rechtlich befinden sich viele Blogs und Plattformen im Graubereich. Das Vorgehen der Verlagshäuser ist jedoch im höchsten Maße kontraproduktiv – es wirkt eher so, als wolle man anhand von Commentarist ein Exempel statuieren, das sich vor allem gegen Blogs und kleine Internetdienste richtet. Doch der Graubereich droht sich bereits bald noch weiter zu verdunkeln, wenn die Verleger mit ihrer Idee vom Leistungsschutzrecht durchkommen sollten.

Dunkle Wolken am Horizont

Die Grauzone könnte jedoch sehr schnell eine Schwarzzone werden, wenn der Bundestag erst einmal das Leistungsschutzrechtverabschiedet hat. Nach den Vorstellungen der Verleger soll künftig sogar der Gebrauch von “Snippets”, also kurzen Anrissen des verlinkten Artikels, illegal sein, sofern zuvor keine Zustimmung vom Rechteinhaber eingeholt wurde – unabhängig davon, ob dies aus kommerziellen Interessen geschieht oder nicht. Damit wären dann nicht nur Google-News, sondern auch die Hinweise des Tages derNachdenkseiten und viele Blogs de facto illegal und könnten abgemahnt werden. Das Leistungsschutzrecht wurde zwar im schwarz-gelben Koalitionsvertrag erwähnt, ob und in welcher Form das Gesetz je verabschiedet werden wird, ist jedoch ungewiss. Gegenwind kommt aus nahezu allen Ecken der Zivilgesellschaft, sogar die allmächtigen Arbeitgeberverbände lehnen das Leistungsschutzrecht unisono ab. Sollte das Gesetz nach den Vorstellungen der Verleger umgesetzt werden, würde dies keine rechtliche Klarheit schaffen, sondern weite Teile des Netzes kriminalisieren.

alles lesen beim Spiegelfechter

Solange Blogger sich nicht zu einem Interessenverband zusammenschließen, werden sie daher wohl künftig sehr schlechte Karten im Kampf gegen die großen Verlagshäuser haben.

Klar, jetzt kommt der immer wieder gern angebrachte Hinweis, daß das Internet kein rechtsfreier Raum wäre.

– und wenn alle Rechte in den Händen weniger Personen und Körperschaften vereint sind? Ist das dann noch Recht?

– und wenn Überregulierung und unüberschaubare Vorschriftenfülle jede Handlungsfähigkeit des Normalbürgers stranguliert. Ist das dann noch Recht?

– und wenn Gesetze vor allem zum vorsätzlichen Abzocken unbescholtener Bürger verwendet werden? Ist das dann noch Recht?

Im Folgenden ein paar grundsätzliche Anregungen, wie eine Erneuerung des Urheberrechts aussehen könnte:

  • Es muß ein Recht zum Zitieren geben! Zitate (egal ob literarisch, musikalisch oder wissenschaftlich) sind wesentliche Grundlage jeden Dialogs, jeder Meinungsäußerung, jeder kreativen oder wissenschaftlichen Tätigkeit. Und für den Urheber sind sie gleichzeitig Gratis-Reklame. Einen angeblichen Schaden durch das Zitieren aus größeren Werken, kann ich beim besten Willen nicht entdecken oder nachvollziehen, so daß hier der Freiheit des Einzelnen der Vorrang zu geben ist.
  • Für Bearbeitungen und Variationen von geistig-schöpferischem Grundmaterial müssen großzügigere Spielräume gewährt werden. Letztlich baut alles was wir tun und machen auf der Arbeit anderer auf. Das ist Grundlage unserer Kultur. Es führt ins Absurde, wenn einige wenige Personen und Körperschaften jetzt versuchen, alles und jedes (unter Mißbrauch der Urheber-, Marken– und Patentrechte) rechtlich für sich selbst zu „reservieren“.
  • Die Recherche nach Urhebern und Rechteinhabern darf immer nur in angemessenem Rahmen gefordert werden. Wenn der Rechercheaufwand in keinem vernünftigen Verhältnis zum Umfang einer Präsentation/Anwendung stehen würde, dann kann es nicht angehen, daß Rechteinhaber mit Anwälten, Gerichten, und an den persönlichen Geschäften orientierten Streitwerten daherkommen. Unverhältnismäßiger Rechercheaufwand, sowie mit Kanonen auf Spatzen schießen, kostet unser aller Geld und lähmt Wettbewerb und Volkswirtschaft.

Was könnt Ihr tun?


 

 


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