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Loveparade: Neue Vorwürfe gegen Polizei

02 Feb

Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes, der bei der Loveparade in Duisburg im Einsatz war,
erheben schwere Vorwürfe gegen die Polizei:
Einem Medienbericht zufolge berichten mehrere Ordner übereinstimmend,

ein Leitender Polizist haben einen möglicherweise verhängnisvollen Befehl gegeben.

Der Beamte habe am Nachmittag des 24. Juli die komplette Öffnung der Eingangsschleuse befohlen, obwohl die Veranstaltungsleitung zuvor das genaue Gegenteil angeordnet hatte – nämlich deren Schließung, weil schon zu dieser Zeit eine Überfüllung des Party-Areals drohte.

„Unsere Einwände, dass es dadurch zu einem Stau im Eingangstunnel kommen wird, hat der Beamte nicht gelten lassen“, sagt dem Bericht zufolge einer der Ordner, der an der westlichen Einlasskontrolle im Einsatz war, „wir mussten seiner Anweisung Folge leisten.“ Der Polizist habe den Kreuzungsbereich vor der Absperrung entlasten wollen. Zu diesem Zeitpunkt hätten sich mehrere tausend Raver vor der Kontrollstelle gedrängt, Hunderte seien dann in den Tunnel geströmt.

Belastend für die Polizei könnten zudem Schilderungen von Ordnern sein, wonach sich Beamte von den privaten Sicherheitskräften ein Werkzeug aushändigen ließen, mit dem später die Zaunelemente einer Absperrung auseinander geschraubt worden sein sollen.
Offenbar ist dieses Beweisstück verschwunden.

Ein Sprecher des Innenministeriums erklärte dem „Spiegel„, die Staatsanwaltschaft müsse prüfen, ob die Anordnung zur Schleusenöffnung tatsächlich erfolgt sei und „später zur Katastrophe beigetragen“ habe. Bei dem Unglück waren mit 21 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung und fahrlässigen Körperverletzung gegen 16 Beschuldigte, unter ihnen ein leitender Polizeibeamter.  Duisburg


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