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24 Jan
Deutsche Bundesbank

Bundesbank

Zeitler hat Vorbehalte

gegen Veröffentlichung

von Stresstests

Bundesbank-Vizepräsident Franz-Christoph Zeitler hat Vorbehalte gegen eine umfassende Veröffentlichung von Ergebnissen der geplanten neuen Runde von Stresstests für Banken in Europa.

„Speziell bei einer Veröffentlichung der Daten einzelner Institute verändern die Stresstests ihren Charakter und können selbst zur Quelle von Risiken werden“, sagte Zeitler dem „Handelsblatt“ vom Montag. „Die Veröffentlichung detaillierter Liquiditätsdaten ist sensibler als die Stresstestergebnisse zur Ertrags- und Kapitalsituation“, ergänzte er. „Die Gefahr, dass die Veröffentlichung solcher Daten einen Stress verschärft oder erst auslöst ist nicht von der Hand zu weisen.“

Zeitler hält daher nach eigenen Worten den sich abzeichnenden Weg für sinnvoll, Analysen zur Liquidität getrennt vom allgemeinen Stresstest durchzuführen und sie intern durch die europäischen und nationalen Aufsichtsinstitutionen auszuwerten. Im Übrigen sähen die ab 2015 geltenden neuen Baseler-Regeln für Banken gewissermaßen eine ständige Stresskontrolle der Liquidität vor.

Der Bundesbank-Vizepräsident hält es zudem im Prinzip für angebracht, längerfristige strategische Anlagen von Banken, die im Bankbuch geführt werden, in die Stresstests einzubeziehen. „Grundsätzlich ja“, antwortete er auf eine entsprechende Frage. Allerdings gebe es auch Gegenargumente. So könne bei Staatsanleihen die Einbeziehung von Positionen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden, Zweifel am europäischen Rettungsschirm sähen.

„Die Neigung von Kreditinstituten und Investoren, die betreffenden Staatsanleihen zu risikoreichen Renditen zu erwerben, würde darüber hinaus durch Einbeziehung in Stresstests nicht gerade gestärkt“, gab Zeitler zu Bedenken.

 

Hartz-Fabrikbeschäftigter

Er machte deutlich, dass Stresstest-Ergebnisse nicht als Prognose verstanden werden dürfen. So verlaufe die Entwicklung in Deutschland 2010 und 2011 „Gott sei Dank“ gegenläufig zu den seinerzeitigen Stressannahmen.

Nach der ersten Stresstest-Runde im vergangenen Sommer sollen Europas Banken in diesem Jahr ein weiteres Mal auf Herz und Nieren geprüft werden.

Berlin (Reuters)
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