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Wikileaks-Mitarbeiter ermordet?

23 Dez
BBC TV Centre

Image via Wikipedia

JULIAN ASSANGE BEHAUPTET:

Es wurden schon Wikileaks-Mitarbeiter ermordet

Geht es für den Enthüller sogar um Leben und Tod? In einem Interview mit dem britischen Sender BBC hat Assange jetzt gesagt: „Es wurden schon Menschen ermordet, die mit unserer Organisation zusammengearbeitet haben.“

Fakt oder Hirngespinst?

Leider hakt der BBC-Reporter nicht nach, lässt diese Behauptung einfach im Raum stehen. Klar ist zumindest: Mit ihren hochbrisanten Enthüllungen ernten die Betreiber der Internetseite von vielen Menschen Respekt – machen sich aber auch viele Feinde. Feinde, die versuchen, das Leck zu stopfen, Wikileaks zu schädigen oder mundtot zu machen.

INFORMANT MISSHANDELT?

Am eigenen Leib erfährt das offenbar Bradley Manning (23). Manning ist Soldat und hat Wikileaks mit geheimen Informationen versorgt, darunter auch einem Teil der aktuell veröffentlichen diplomatischen Mitteilungen.

Der Obergefreite sitzt wegen Geheimnisverrats hinter Gittern und wird angeblich im Gefängnis misshandelt – durch Isolation.

Mindestens 23 Stunden täglich müsse Manning in Einzelhaft verbringen, seit sieben Monaten, schrieben seine Unterstützer an die Vereinten Nationen. Sie sehen den Tatbestand der Folter erfüllt! Darum schaltete sich der UN-Sonderberichterstatter für Folter ein, Manfred Nowak. Die Uno könnte die USA auffordern, Manning besser zu behandeln. Das US-Verteidigungsministerium weist den Vorwurf der Misshandlung jedoch zurück.

Auch Julian Assange lebt in Angst. Erst letzte Woche sagte er: „Mein Leben wird bedroht. Meine Leute werden bedroht.”

Assange steht derzeit in Großbritannien unter Hausarrest wegen des Verdachts der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung. Er lebt auf dem Anwesen seines Unterstützers Vaughan Smith im Südosten Englands, muss eine elektronische Fußfessel tragen, sich täglich bei der örtlichen Polizeistation melden. Assange bestreitet die Vorwürfe.

Er verdächtigt die USA, hinter den Vergewaltigungs-Vorwürfen zu stecken. Dort wird ein Verfahren gegen ihn wegen Spionage und Verschwörung geprüft, nachdem die Internetplattform Tausende geheime und zum Teil brisanteDokumente aus US-Botschaften veröffentlicht hatte, die die Vereinigten Staaten in Erklärungsnot brachten.

Assange befürchtet, dass er nicht nur an Schweden ausgeliefert wird, sondern von dort an die USA, wo ihm der Prozess gemacht werden soll.

Seine Aufgabe als Aufklärer nimmt er sehr ernst. Im BBC-Interview erläutert der Wikileaks-Chef, was er mit seinen Enthüllungen bereits erreicht habe: „Wir haben die Regierung geändert, wir haben dafür gesorgt, dass viele Politiker innerhalb von Regierungen getauscht wurden, wir haben Gesetzesreformen angestoßen, wir haben polizeiliche Ermittlungen erwirkt gegen Missbrauch, den wir aufgedeckt haben, Uno-Recherchen. Hier in Großbritannien gab es Nachforschungen, nachdem wir enthüllt hatten, wie 109 000 Menschen im Irak umgekommen sind.“

Ob er sich als Messias fühle, darauf antwortet Assange dem Reporter nicht direkt – doch eine Mission hat er: Er will die Welt verändern, das gibt er unverblümt zu. „Die Welt hat viele Probleme, die beseitigt werden müssen. Jeder Mensch, der die Möglichkeit dazu hat, hat die Pflicht, sie zu nutzen.“

Er ist Aufklärer, der Mann, der die Welt besser machen will.

Gerechtigkeit durch totale Transparenz, lautet sein Motto.

Dafür lebt er ein Leben in Angst.

So sieht sich Wikileaks-Chef Julian Assange  selbst.

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