RSS

JULIAN ASSANGE! SHOWDOWN – Beginn der Verhandlung 12.30 Uhr

16 Dez
Julian Assange

Image by Poster Boy NYC via Flickr

Kommt der Wikileaks-Chef auf Kaution frei?

Jetzt entscheidet das Gericht, ob der Wikileaks-Chef auf Kaution frei kommt oder nicht.

Vor dem Amtsgericht in Westminster drängen sich Reporter und Fotografen, Assange ist bereits angekommen. Gerichtssaal Nummer vier, einer der größten des Hauses, ist bis auf den letzten Platz gefüllt.

Erste Ansage für die Anwesenden: Twitter-Verbot! Nachdem am Dienstag der Kurznachrichtendienst noch benutzt werden durfte, ist jetzt Schluss damit. 

Assanges Anwalt Mark Stephens äußerte sich noch vor Beginn der Verhandlung 12.30 Uhr optimistisch, die Kaution für seinen Mandanten (immerhin 283 000 Euro) im Laufe des Tages aufzubringen.

Stephens: „Wir glauben, dass wir das Geld heute haben werden!” Es gebe Zusagen von Leuten, die Assange bereits bei früheren Gelegenheiten unterstützt hätten. Sie zeigten sich auch jetzt wieder großzügig.

Bereits am Dienstag hatten die Richter beschlossen, den Australier, gegen den in Schweden wegen Vergewaltigung in zwei Fällen ermittelt wird, unter strengsten Auflagen frei zu lassen. Doch dann meldete sich Stockholm, legte Berufung gegen die Entscheidung ein.

Heute also Assanges nächste Chance!

Und seine Unterstützer stehen ihm bei: Vaughan Smith (47), Chef desLondoner „Frontline Clubs“, in dem sich Assange die vergangenen Wochen versteckt hatte, bietet dem Internet-Enthüller Obdach. Vom Wandsworth-Gefängnis direkt in die Luxus-Villa!

Käme Assange heute frei, würde er direkt in die schicke Land-Villa seines Helfers umziehen. Das Ellingham House in der Grafschaft Suffolk (ca. 80 Kilometer von London entfernt): zehn Schlafzimmer, 270 Hektar Land, Park, Teich, absolute Ruhe.

Kein „echtes Paradies“ für Assange, den der bekommst strengste Auflagen mit auf den Weg:

• Meldepflicht: Er muss jeden Abend bei der Polizei anrufen.

• Hausarrest: Zwischen 10 und 14 Uhr sowie zwischen 22 und 2 Uhr hat Assange zu Hause zu sein.

• Fußfessel: Er muss die elektronische Fessel tragen.

• Reisen: Sein Pass wird eingezogen.

• Medien: E-Mails und Zeitungen sind tabu.

KEINE RUHE FÜR DEN WIKILEAKS-CHEF!

Während heute in London entschieden wird, ob Julian Assange auf Kaution frei kommt, bereiten die USA etwas ganz anderes vor: Laut „New York Times“ prüft die US-Staatsanwaltschaft eine Anklage wegen Verschwörung!

Im Visier der amerikanischen Ermittler: die Verbindung zwischen dem mutmaßlichen Wikileaks-Informanten Bradley Manning und Julian Assange. Hat der Wikileaks-Chef Manning angestiftet, Zehntausende geheimer US-Dokumente an Wikileaks weiterzugeben?

KOMMT ASSANGE TROTZDEM HEUTE FREI?

Der Wikileaks-Chef sitzt seit mehr als einer Woche im Londoner Wandsworth-Gefängnis in Untersuchungshaft. Am Dienstag hatte der Haftrichter entschieden, ihn auf Kaution und unter strengen Auflagen frei zu lassen, doch Schweden legte Berufung ein. Heute entscheidet sich, ob die Berufung zulässig ist oder nicht.

Hintergrund: Zwei junge Schwedinnen beschuldigen den gebürtigen Australier der Vergewaltigung. Assange und seine Anhänger vermuten dahinter aber eine Verschwörung, kamen die Anschuldigungen doch zeitgleich mit der Veröffentlichung Tausender geheimer Dokumente. Sollte Assange nach Schweden ausgeliefert werden, könnte Stockholm ihn an Washington weiterreichen, wo jetzt wegen Verschwörung gegen ihn ermittelt wird.

DAS DRAMA UM DIE KAUTION!

Assanges vorübergehende Freiheit kommt ihn teuer zu stehen!

Sein Anwalt Mark Stephens sagte, erst die Hälfte der 200 000 Pfund seien eingesammelt. Es sei schwierig, die Summe wie gefordert in bar aufzubringen.

Zahlreiche Prominente hatten sich zusammengeschlossen, um die Kaution für Julian Assange zu zahlen. Darunter: die schöne Milliardärs-Tochter Jemima Khan (36), Regisseur Ken Loach (74, „Looking for Eric“) und Moore (56, „Bowling for Columbine“).

Neben den 200 000 Pfund verlangt das Gericht 40 000 Pfund als Sicherheitsleistung, die im Falle eines Verschwindens gezahlt werden müssten. Damit sind umgerechnet etwa 283 000 Euro fällig, damit Assange freigelassen wird, sollte die höhere Instanz zu seinen Gunsten entscheiden. Eine weitere Anhörung zu dem schwedischen Auslieferungsersuchen wurde am Dienstag auf den 11. Januar festgesetzt.

Die Frankfurter Rundschau, die Berliner Zeitung, die Wochenzeitung Der Freitag, der Tagesspiegel und die tageszeitung(Berlin), unterstützt von der europäischen Menschenrechtsorganisation ECCHR und dem Perlentaucher, veröffentlichen zeitgleich diesen Appell gegen die Angriffe auf Wikileaks.

Wir fordern alle Bürger auf, sich an dem Appell für die Medienfreiheit zu beteiligen.

Klicken Sie dazu auf diesen Link

oder tippen Sie
http://bewegung.taz.de/aktionen/4wikileaks/beschreibung


Werbeanzeigen
 
 

Schlagwörter: , , , , ,

Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: